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Salzburg, März 2008

Erfreuliches Wiedersehen im Kammermusikzyklus der Stiftung Mozarteum: Das Hyperion Ensemble begeisterte Dienstag (4. 3.) im Wiener Saal. [mehr]

 

Mozartfest Schwetzingen 2007

Homogene Einheit im Dienste des Werkes

Sechs „Vollblutmusiker", zusammen das „Hyperion Ensemble", präsentierte die Schwetzinger Mozartgesellschaft zum 32. Mozartfest. Für die Matinee hatte das Ensemble drei Komponisten gewählt: Richard Strauß, Wolfgang Amadeus Mozart und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky.

Gewinnt der Zuhörer bei Richard Strauß gelegentlich den Eindruck, er habe stets an den „schönsten Stellen" der Komposition eine Wendung vollzogen, so widerspricht das „Streichquartett F-Dur" die Einleitung zu seiner Oper Capriccio op. 85, diesem Eindruck. Diese, durchaus als „selbstständiges" Werk zu betrachtende Ouvertüre, erfüllt eine Doppelfunktion. Es ist sowohl Ouvertüre als auch Entree zur Oper.

Als Einleitung des Konzerts spielte das „Hyperion" diese Komposition in einer Interpretation von atmosphärischer Dichte. Leicht und lyrisch baute sich eine Spannung auf. Die exzellente und fein differenzierte Spielweise der Instrumentalisten verdeutlichte den Konversationscharakter der dann folgenden Oper.

Wolfgang Amadeus Mozart trug man Rechnung mit seinem Streichquintett C-Dur KV 515. In den vier Sätzen, Allegro, Andante, Menuetto Allegretto und Allegro, wurden die ganzen Gestaltungsmöglichkeiten, die Mozarts Musik bietet, auf spektakuläre Weise von Werner Neugebauer und Klara Flieder (Violine), Firmian Lermer und Peter Langgarter (Viola) Detlef Mielke (Violoncello) ausgelotet.

Danach schlag die Begeisterung im Publikum zum zweiten Mal hohe Wellen. Das dürfte die Musiker etwas über den leider mäßigen Besuch des Konzerts hinweggetröstet haben. Pjctr Ilitsch Tschaikowsy verbindet man bei den ersten Takten seiner Werke, augenblicklich mit seinen berühmten Balletten. Bei seinem Streichquartett „Souvenier de Florence d-Moll op.70", zu dem sich auch Erich Oskar Huetter (Violoncello) wieder ins Ensemble einreihte, bot sich ein ganz anderes Tschaikowsky„Hörgefühl".

Um mit Tschaikowskys eigenen Worten zu sprechen „Mich hindert nicht der Mangel an Ideen; sondern die Neuheit der Form". So seine Empfindungen während des Komponierens. Dass ihm dabei Probleme beschieden sein sollen, ist kaum vorstellbar. Vielleicht sah er die Problematik viel eher in der Besetzung des Stückes, das sechs gleichwertige Musiker verlangt?

Dieser Vorgabe wurde das Ensemble auf höchstem Niveau gerecht. Es zeichnete ein Italienbild voller Aussagekraft und Vielfalt. Noch etwas in der Oper verhaftet die ersten Töne, schwangen sich Geigen, Violen und Celli zu italienischer Leichtigkeit und Temperament auf. Über die Romantik von Cantilenen führten sie zu sinfonischem Format, der in einer Mischung aus folkloristischen Themen im letzten Satz, in einem furiosen Finale endete.

Obwohl jedes Instrument hier seinen Kompositionssträngen folgte, offenbarte sich hier nicht nur das fulminante Können der Musiker. Jeder ein Solist, bildeten sie eine homogene Einheit, einzig und allein im Dienste des Werkes. Ohne eine Zugabe ließ man die Künstler nicht vom Podium.

 

Hyperion-Ensemble zeigt sich erhaben und erhellend

Die Streichquintette lösen im Beethoven-Haus Begeisterungsstürme aus

Von Barbara Pikullik

Bonn. Der Namensvater des Ensembles ist eine erhabene Erscheinung: Hyperion, der Sonnengott. Es mag anmaßend erscheinen, dass sich ein Ensemble mit diesem Namen kürt. Doch wenn man es einmal gehört hat, löst sich jeglicher Vorwurf der Prätention in Schall und Rauch auf. Im Kammermusiksaal wirkte die Gegenüberstellung der beiden Streichquintette von Cherubini (mit verdoppeltem Cello) und Beethoven (mit verdoppelter Viola) überaus erhellend.
 

Das Ensemble fügte die unzähligen Motivsteine Cherubinis zu einem schillernden, homogenen Mosaik zusammen. Das Streichquintett op. 29 stellt, abgesehen von der Quintettfuge op. 137, Beethovens einziges originales Werk der Gattung dar. Ernsthaft, feinsinnig und dabei ruhig drängend gestalteten die Streicher den ersten Satz; den zweiten Satz spielten sie expressiv und gleichzeitig anmutig und schlicht. Brodelnd und glühend das Scherzo, das Finale virtuos, stürmisch und humoristisch.
 
Zurücknahme und erhöhte Wachsamkeit heißt die Devise. Dabei entstehen homogene Farben in den verschiedensten Nuancen. Vor allem die Pianissimo-Stellen rauben einem teilweise den Atem.
 
Am Ende schließlich Brahms' Streichsextett op. 36. Leidenschaftlicher Schwung bestimmte die Interpretation des viersätzigen Werkes. Die Musiker kleideten Brahms'sche Schwere in jugendliche Leichtigkeit, ohne oberflächlich zu wirken.
 
Die Rücknahme des Vibratos erwies sich als angemessener "Schlankmacher" und als ein Katalysator für unglaubliche Transparenz. Das Hyperion-Ensemble, das Begeisterungsstürme hervorrief, trägt seinen Namen zweifellos zu Recht.

 

und weiters .....

 

Hyperion Ensemble - Der Namensvater des Ensembles ist eine erhabene Erscheinung: Hyperion, der Sonnengott. Es mag anmaßend erscheinen, dass sich ein Ensemble mit diesem Namen kürt. Doch wenn man es einmal gehört hat, löst sich jeder Vorwurf der Prätention in Schall und Rauch auf. Das Hyperion Ensemble, das Begeisterungsstürme hervorrief, trägt seinen Namen zweifellos zu Recht.

General-Anzeiger Bonn

 

.. sechs verschiedene musikalische Temperamente saßen auf dem Podium, und so verlieh deren bei allem selbstverständlichen Zusammenwirken unterschiedliches Agieren der Musik zusätzlichen Reiz und zugleich sichtbares Vergnügen für den Besucher. Strawinsky war es gewesen, der in seiner "musikalischen Poetik" solch musikalische "Optik" mit dem Wesen der Interpretation verbunden wissen wollte. Eine Lehre ex cathedra im Zeitalter des CD-Konsums?

Als Zugabe erklang ein "Doppel-Streichtrio" von Joseph Haydn - das Echo-Trio hinter der Bühne, womit eben gesagtes seine fröhliche Bestätigung fand.

Oberbayerisches Volksblatt

 

Expressiv bis explosiv
SVZ 

 

An Kühnheit nicht zu überbieten
SVZ

 

Ein gewiss nicht alltägliches Erlebnis
SN 

 

...transzendent und doch voll da, schier sensationell gespielt
mit einer klangsprachlichen Dichte,
dass einem auch hier bange werden konnte...
SN 

 

stets flexible Klangbalance und stets präsente Phrasierung
Bonner Rundschau 

 

erstaunliche Perfektion
und beglückende musikalische Stimmigkeit
MZ

 

ein großartiges Ensemble
Kieler Nachrichten 

 

...technische Perfektion vom Feinsten
Landshuter Zeitung 

 

wunderbare Balance
zwischen Emotion und Intellekt
Kronenzeitung 

 

ein Streicherensemble mit Kraft und Farben
eines großen Orchesters
Kleine Zeitung

Hyperion Ensemble, Grafenwies 1, A-5302 Henndorf am Wallersee, Fon&Fax +43 6214 6675
Fotos: Ruth Hommelsheim und Doris Liebl,  CMS by SITEUPTODATE